Sisi-Museum in der Hofburg
Das Sisi-Museum in Wien bietet einen intimen Einblick in Kaiserin Elisabeth, eine der faszinierendsten Kaiserinnen der Geschichte, und geht über den romantischen Mythos hinaus, um die komplexe, oft tragische Frau hinter der Krone zu zeigen.
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Top-Attraktion in Wien
Erleben Sie die Pracht von Österreichs kaiserlicher Geschichte im Herzen der Stadt.
Wer war Sisi und warum war sie so wichtig?
Elisabeth von Bayern wurde im Jahr 1854 mit nur 16 Jahren zur Kaiserin von Österreich, als sie Kaiser Franz Joseph heiratete. Doch was ihre Geschichte noch 170 Jahre später nachwirken lässt, ist dies: Sie wollte diese Rolle nie.
Stellen Sie sich eine freiheitsliebende Prinzessin vor, die auf dem bayerischen Land aufgewachsen ist, auf Pferden reitet und Gedichte schreibt, und die plötzlich in die erstickende Förmlichkeit des Habsburger Hofes gestoßen wird. Das „Spanische Hofzeremoniell“, das Wien beherrschte, machte aus jeder Mahlzeit, jedem Gespräch, jedem Augenblick eine Inszenierung. Elisabeth rebellierte auf jede erdenkliche Weise.
Sie wurde nicht wegen dessen wichtig, was sie als Kaiserin tat, sondern wegen dessen, wofür sie stand.
Sie war möglicherweise der erste moderne Weltstar, besessen davon, ihre Schönheit mit extremen Diäten und anstrengenden Trainingsroutinen zu erhalten. Sie hielt ihren Taillenumfang bei 50 cm, und ihr Gewicht überschritt trotz einer Körpergröße von 1,72 m nur selten 50 kg. Sisi reiste ständig und verbrachte Monate in Ungarn, Griechenland und England — überall, nur nicht in Wien.
Ihr Einfluss reichte über Eitelkeit hinaus. Elisabeth setzte sich für die ungarische Autonomie ein und half so, den Ausgleich von 1867 zwischen Österreich und Ungarn zu sichern. Sie lernte mehrere Sprachen fließend, darunter Ungarisch, was sie im ungarischen Teil des Reiches beliebt machte. Ihre jahrzehntelang verborgenen Gedichte offenbarten einen scharfen politischen Verstand, der das aristokratische Privileg kritisch sah.
Was ihre Legende jedoch wirklich besiegelte, war die Tragödie. Ihr einziger Sohn, Kronprinz Rudolf, starb 1889 bei einem Mord- und Suizidfall. Elisabeth erholte sich davon nie und trug für die verbleibenden neun Jahre ihres Lebens nur noch Schwarz. 1898 erstach sie ein italienischer Anarchist mit einer geschärften Feile, als sie in Genf an Bord eines Schiffes gehen wollte. Sisi starb mit 60 Jahren, nachdem sie den größten Teil ihres Erwachsenenlebens damit verbracht hatte, aus dem Käfig zu entkommen, den ihr Titel geschaffen hatte.
Sind das Sisi-Museum und die Hofburg dasselbe?
Hier wird es für Erstbesucher ein wenig verwirrend. Die Hofburg ist ein weitläufiger kaiserlicher Komplex mit 18 Flügeln, 19 Innenhöfen und über 2.600 Räumen, in dem mehrere Museen, Regierungsbüros und kulturelle Einrichtungen untergebracht sind. Das Sisi-Museum ist nur ein bestimmter Teil dieses weitläufigen Palasts.
Sie sind also nicht genau „dasselbe“, aber Sie können das Museum nicht besuchen, ohne den Palast zu betreten. Die gute Nachricht ist, dass Ihr Ticket für die Hofburg Ihnen automatisch Zugang zum Sisi-Museum und den Kaiserappartements gewährt. Sie müssen sich keine Gedanken darüber machen, separate Eintrittskarten für diese miteinander verbundenen Bereiche zu kaufen, was vieles einfacher macht.
Das ist wichtig, weil Sie rund um den Hofburg-Komplex andere Eingänge sehen könnten, die zu ganz anderen Museen führen, etwa zur Kaiserlichen Schatzkammer oder zur Spanischen Hofreitschule. Dafür sind separate Tickets erforderlich.
Was befindet sich im Sisi-Museum?

Was befindet sich im Sisi-Museum?
Dies ist nicht Ihr typisches Museum voller staubiger, unpersönlicher Artefakte. Stattdessen konzentriert es sich auf etwas weitaus Bedeutenderes: Gegenstände, die Elisabeth tatsächlich berührt und jeden Tag benutzt hat.
Das Erlebnis beginnt mit der Kaiserlichen Silberkammer, einer beeindruckenden Ausstellung des exquisiten Porzellans und des prachtvollen Tafelgeschirrs, das das strenge Hofleben bestimmte, dem Sisi oft zu entkommen versuchte. Das Herz des Museums sind jedoch ihre persönlichen Erinnerungsstücke. Sie werden ihre berühmte Aquarellschachtel, ihr 63-teiliges medizinisches Reiseset und die Rekonstruktion ihres luxuriösen Eisenbahnwagens sehen. Zur Sammlung gehören außerdem ihre atemberaubenden Trauer-kleider und der Schmuck, den sie nach der Tragödie ihres Sohnes trug.
Foto: „Sisi Museum, Hofburg, Wien, Österreich“ von OZinOH.
Was können Sie sonst noch in der Nähe des Sisi-Museums sehen?
Der Hofburg-Komplex ist im Grunde eine kleine Stadt und beherbergt zahlreiche Schätze jenseits des Sisi-Museums. In Gehweite können Besucher die Kaiserliche Schatzkammer erkunden, in der die Krone des Heiligen Römischen Reiches aufbewahrt wird; dafür ist jedoch ein separates Ticket erforderlich. Direkt gegenüber dem Haupteingang des Museums liegt die Spanische Hofreitschule, berühmt für ihre Lipizzanerhengste und die morgendlichen Trainingsvorführungen.
Ein weiteres architektonisches Highlight ist der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek, der als eine der schönsten Barockbibliotheken der Welt gilt. Schließlich befindet sich das Albertina Museum am Rand des Komplexes und präsentiert erstklassige Grafiksammlungen mit Werken von Meistern wie Dürer und Klimt. Die Erkundung dieser nahe gelegenen Sehenswürdigkeiten vermittelt einen umfassenden Eindruck von Wiens umfangreichem imperialen und kulturellen Erbe.
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Öffnungszeiten
Die Hofburg ist täglich geöffnet, auch an Feiertagen:
- September bis Juni: 9:00 Uhr – 17:30 Uhr
- Juli bis August: 9:00 Uhr – 18:00 Uhr
Hinweis: Der letzte Einlass ist 30 Minuten vor Schließung. Die Öffnungszeiten können sich bei öffentlichen Veranstaltungen oder Wartungsarbeiten ändern.



